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Gerd Kuna

Unido: 09.mar.2022 Última actividad: 14.ene.2023 iNaturalist

Hallo liebe Falterfreunde, ich koordiniere die Tagfalter- und Widderchenforschung in Thüringen. Die Verbreitung der einzelnen Arten seht ihr hier in unserer online-Datenbank:

https://www.tagfalter-thueringen.de/

Ich bemühe mich, eure Beobachtungen aus iNaturalist noch in diesem Jahr in die Datenbank einzubauen. Ganz häufige Arten müssen leider ein bisschen warten, da die Verifizierung der einzelnen Fundorte sehr aufwändig ist. Wem das zu lange dauert, sollte sich gleich selbst eingeben.
Über die E-Mail in der Datenbank könnt ihr auch gern Kontakt zu mir aufnehmen, um Bestimmungen abzuklären, Beobachtungslisten abzugeben oder sich einfach nur fachlich auszutauschen.

Abends, als Abspann, versuche ich, noch ein paar Arten in iNaturalist zu bestimmen. Dabei handelt es sich nur um Vorschläge, die gern korrigiert werden können, da ich vielleicht Artdetails übersehen habe oder mit den lokalen Gegebenheiten nicht so ganz vertraut bin.
Einige eurer Fotos sind unscharf, überbelichtet oder es fehlen artrelvante Details wie vollständige Ober- und Unterseiten. Dann wird eine Artdetermination ganz schwierig. Bestimmbar ist in Folge vielleicht nur noch die Gattung oder der Tribus, selbst wenn der Fotograf die Art genau gesehen hat und manchmal ungeduldig auf eine Bestätigung hofft.
Einige Arten der Gattung Leptidea, Zygaena, Jordanita und andere sind leider nur durch Genitaluntersuchungen zu unterscheiden, in iNaturalist erscheint dann nur die Gattung oder der Artenkomplex.
Ganz schwierig wird die Bestimmung bei Arten, die extrem variabel sind oder nicht einmal im Genital auseinander gehalten werden können, wie das bei Colias (hyale und alfacariensis), Aricia (agestis und artaxerxes), Pieris (rapae und mannii) der Fall ist. Nur ganz wenigen Spezialisten pro Bundesland gelingt hier eine Artentrennung nach dem Aussehen. Fotos helfen da nur selten, da mehrere Merkmale am Falter verglichen und gegeneinander abgewogen werden müssen.
Wenn neben den äußeren Erscheinungsmerkmalen ein genauer Beobachtungszeitpunkt, ein genauer Fundort, die geologische Bodenbeschaffenheit sowie genaue Verbreitungskenntnisse der jeweiligen Raupenfutterpflanzen hinzukommen, kann von uns eine Bestimmungssicherheit von 90 % auch bei schwierigen Arten (Gattung Melitaea, Erebia, Pyrgus, Plebejus) ohne Genitalisierung erreicht werden .

Euch allen viel Spaß beim Beobachten!

Gerd Kuna

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